Die Finanzierung des Schuldenschnitts

Für den Erfolg der Verhandlungen muss die Finanzierung der zugesagten Abfindungs-Zahlungen und der zukünftigen Kosten gesichert sein, was bei einer ausreichenden Entlastung durchaus realistisch ist. 

  • Dazu muss der Schuldner alle zumutbaren Finanzierungs-Maßnahmen ergreifen und z.B. Betriebs-Vermögen veräußern, das zur Fortführung nicht erforderlich ist. Zu Einlagen aus dem Privat-Vermögen kann er bei einer GmbH nicht gezwungen werden; sie fördern aber die Bereitschaft der Gläubiger zu Zugeständnissen.
  • Dass die Finanzierung eines Schuldenschnitts durchaus realistisch ist, zeigt folgendes Beispiel: Verzichten die Gläubiger im Durchschnitt auf 70% ihrer Forderungen, muss der Schuldner für Verbindlichkeiten von 100.000 € lediglich 30.000 € zahlen. Wird diese Summe durch einen Investor für 2 Jahre vorfinanziert, zahlt der Schuldner an ihn nur 24 Monatsraten von je 1.250,- € zzgl. Zinsen zurück und tilgt damit 100.000,- €. Deshalb ist eine Finanzierung aus dem persönlichen oder unternehmerischen Umfeld möglich, weil hier das notwendige Vertrauen (hoffentlich) besteht. 
  • Schuldenschnitt und Finanzierung bedingen sich gegenseitig, wobei die Entlastung so weit gehen muss, dass der zukünftige Ertrag die Darlehens-Tilgung sicherstellt. Um die Finanzierung zu ermöglichen, erstellen unsere Sanierer das notwendige Konzept mit einem Liquiditäts-Plan, der die Zahlungs-Fähigkeit nach dem Schuldenschnitt beweist. 

Damit wird die Finanzierung eines akzeptierten Schuldenschnitts zum stärksten Indiz für den Erfolg der Sanierung.