Die Gläubiger

Die Gläubiger werden mit unterschiedlichen Beiträgen beteiligt.

  • Bei den Lieferanten besteht der größte Verhandlungs-Spielraum, auch bei vereinbartem Eigentums-Vorbehalt, der zwar zu beachten, aber nur selten werthaltig ist. Hier sind durchschnittliche Forderungs-Verzichte von 70% und mehr realistisch. Sollte die Forderung eines Lieferanten versichert sein, ändert das nichts, weil der Versicherer dann an die Stelle des Lieferanten tritt. Auch Versicherer akzeptieren einen Forderungs-Verzicht.
  • Da bei den Sozialabgaben nur ein eingeschränkter Verhandlungs-Spielraum besteht, können mit den Krankenkassen lediglich Stundungen gem. § 76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV vereinbart werden.
  • Bei Forderungen des Finanzamtes richten sich die möglichen Zugeständnisse nach der Art der Steuer. Teilweise sind Zugeständnisse nicht möglich und in anderen Fällen kann das Finanzamt sogar gezwungen sein, sich einem Abfindungs-Vergleich anzuschließen.
  • Mit den beteiligten Banken können vor allem vorübergehende Zins- und Tilgungs-Aussetzungen vereinbart werden. Ein Forderungs-Verzicht ist nur bei fehlenden Sicherheiten möglich und nur in Verbindung mit einer Ablösung des Rest-Saldos.
  • Bei Forderungen des Vermieters ist wegen dessen Kündigungsrecht Vorsicht geboten, den Verhandlungs-Spielraum kann nur aus den konkreten Gegebenheiten ermittelt werden.
  • Auch bei Leasinggebern besteht ein Kündigungsrecht, hier sind aber regelmäßig vorübergehende Stundungen gegen eine entsprechende Verlängerung des Vertrages möglich.

Entscheidend für den Verhandlungserfolg sind die Glaubwürdigkeit des Sanierers sowie die Kenntnis des bestehenden Verhandlungs-Spielraums. Durch unser Verfahren und unsere langjährige Erfahrung mit allen Gläubigergruppen schaffen wir das bestmögliche Ergebnis.