Inkasso - mal anders 

Da eine Krisen-Kooperation zur Überwindung einer Liquiditäts-Krise erheblich sinnvoller ist als eine Inkasso-Konfrontation, kann jeder Gläubiger diesen Prozess anregen.

  • Sprechen nach der 2. oder 3. vergeblichen Mahnung Indizien dafür, dass der Schuldner nicht zahlen kann, werden weitere Inkasso-Maßnahmen kontraproduktiv sein. Viel wichtiger sind konkrete Informationen über die tatsächliche Situation des Schuldners, die aber nur von ihm selbst kommen können.
  • Deshalb empfehlen wir, dem Schuldner ein Entgegenkommen bei den Zahlungen anzubieten, wenn er im Gegenzug über seine aktuelle unternehmerische Situation informiert und einen geprüften Tilgungsplan erstellt. Darin müssen alle fälligen Verbindlichkeiten aufgenommen werden.
  • Diese Tilgungs-Lösung erfordert einen verantwortlichen Vermittler, bei dem der Schuldner seine Daten hinterlegt und der das Tilgungs-Konzept auf Notwendigkeit, Vollständigkeit sowie Plausibilität überprüft und die Verhandlungen mit den Gläubigern führt. 
  • Fordert ein Gläubiger ein solches Tilgungs-Konzept zur Vermeidung weiterer Inkasso-Maßnahmen, wird der Schuldner das Angebot annehmen oder bezahlen. Tut er beides nicht, ist er voraussichtlich zahlungsunfähig und der Gläubiger kann entscheiden, ob er weitere Inkasso-Kosten investiert.

Das Kooperations-Angebot als Alternative zu einem Inkasso mag ungewöhnlich sein, bringt einem Gläubiger aber keine Nachteile, sondern entweder eine Lösung oder eine Erkenntnis. Den Vorschlag eines Anschreibens haben wir als PDF zum Download bereitgestellt und Gläubiger können davon gerne Gebrauch machen.