Die Zulässigkeit des Schuldenschnitts

Entgegen einer verbreiteten Meinung ist ein qualifiziert verhandelter Schuldenschnitt zulässig.

  • Gläubiger können jederzeit über ihre Forderungen frei verfügen und damit auch teilweise verzichten oder stunden. Da für einen Schuldenschnitt keine besonderen rechtlichen Vorgaben bestehen, müssen lediglich die allgemeinen Vorschriften beachtet werden.
  • Deshalb erfordert der Schuldenschnitt auch kein aufwendiges und teures Sanierungs-Gutachten oder eine umfassende Restrukturierung, sondern lediglich die Plausibilisierung und Dokumentation der vom Schuldner vorgelegten Unterlagen, die natürlich vollständig und glaubwürdig sein müssen. 
  • Die Gläubiger müssen auch nicht gleichbehandelt werden, was aufgrund der unterschiedlichen Sicherheiten und Privilegien gar nicht möglich ist. Deshalb können unterschiedliche Gläubigergruppen mit verschiedenen Beiträgen gebildet und Kleingläubiger auch vollständig ausgenommen werden.
  • Um die Rechtmäßigkeit zu gewährleisten, werden wir als verantwortlicher Sanierer vermittelnd tätig und übernehmen den Gläubigern gegenüber die Verpflichtung, die rechtlichen Vorgaben zu beachten. Das gibt uns die notwendige Glaubwürdigkeit, um auch weitreichende Zugeständnisse zu vereinbaren.
  • Auch bei einer bereits eingetretenen Zahlungs-Unfähigkeit schließen wir Risiken für den Schuldner aus, indem wir am Beginn der Verhandlungen die vorübergehende Stundung der Gläubiger-Forderungen vereinbaren und damit eine mögliche Insolvenz-Antragspflicht aufheben. 

Wenn die Gläubiger mit ausreichender Mehrheit zustimmen, ist ein qualifiziert verhandelter außergerichtlicher Schuldenschnitt immer wirksam. Dies gewährleisten wir durch unser Verfahren.